Case Study Maschinenbau

Hydraulikpresse gegen Servo-Antrieb. 38 % weniger Strom. 280.000 € Förderung.

Hydraulische Pressen und Bearbeitungszentren sind das Rückgrat der metallverarbeitenden Industrie – aber auch einer ihrer größten Energiefresser. In vielen Betrieben laufen diese Anlagen mit Wirkungsgraden unter 50 %, weil Energie in der Leerlaufphase schlicht verpufft.
Was wäre, wenn sich diese verschwendete Energie durch gezielte Investitionen in neue Technologien in bares Geld verwandeln ließe?

Energieverschwendung im Leerlauf

Hydraulische Antriebssysteme halten einen konstant hohen Druck – unabhängig davon, ob gerade ein Werkstück bearbeitet wird oder nicht. Bis zu 60 % der aufgenommenen Energie werden dabei als Wärme abgegeben, ohne einen produktiven Beitrag zu leisten. Mit steigenden Energiepreisen wird diese Ineffizienz zum strategischen Risiko.

Mittelstand trifft Hochdruck

Ein mittelständischer Maschinenbauer mit rund 150 Mitarbeitern betrieb seit Jahren eine Flotte veralteter hydraulischer Pressen und Bearbeitungszentren. Die jährlichen Stromkosten für die Produktion lagen bei über 400.000 €. Die Geschäftsführung plante ohnehin eine Modernisierung der Produktion – und fragte sich: Lässt sich die Investition staatlich fördern?

Der entscheidende Nachweis

Die Herausforderung bestand darin, gegenüber der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) nachzuweisen, dass die neuen Servo-elektrischen Pressen und das neue Druckluftsystem eine Treibhausgasreduktion von mindestens 30 % erzielen – Voraussetzung für Modul 4B Premium. In der Praxis scheitern Eigenversuche hier regelmäßig: Das Referenzsystem wird falsch abgegrenzt, die Verbrauchsmessung der Altanlage fehlt, oder – der häufigste und kostspieligste Fehler – der Antrag wird erst nach Vertragsschluss mit dem Lieferanten eingereicht. Dann ist die Förderung unwiederbringlich verloren. Banhoek Consulting koordinierte das Einsparkonzept mit einem BAFA-zertifizierten Energieberater, der die konkreten Verbrauchswerte der alten Anlagen dokumentierte und die Einsparungen der neuen Technologie nachvollziehbar belegte. Der Antrag wurde termingerecht vor Vertragsschluss eingereicht – das kritische Zeitfenster, das Unternehmen ohne Erfahrung mit dem Programm regelmäßig verpassen.
Wer seine Innovation belegen kann, sichert sich die Forschungszulage. Wir zeigen, wie’s geht.

Warum Servo-Antriebe EEW-förderfähig sind

Servo-elektrische Pressen nehmen Energie nur dann auf, wenn sie tatsächlich Kraft ausüben – im Gegensatz zu Hydrauliksystemen, die dauerhaft unter Druck stehen. Dieser fundamentale Unterschied im Wirkprinzip führt zu Energieeinsparungen von 40–70 % gegenüber konventioneller Hydraulik. Kombiniert mit einer Druckluftoptimierung – Leckagebeseitigung, Druckabsenkung, Frequenzumrichter an Kompressoren – ergaben sich im vorliegenden Fall 38 % Gesamteinsparung im Bereich der geförderten Anlagen. Das übertraf die geforderte THG-Reduktion von 30 % deutlich und qualifizierte das Projekt für die Premiumförderung nach Modul 4B.

Ergebnis: Investition rechnet sich doppelt

Energieeinsparung: 38 % weniger Stromverbrauch in der Produktion – entspricht einer jährlichen Kosteneinsparung von rund 152.000 €.
EEW-Förderung: 280.000 € Zuschuss (35 % Förderquote auf 800.000 € Investition).
Amortisation: Die Investition amortisiert sich durch Förderung und Energieeinsparung in unter 4 Jahren.
CO₂-Reduktion: 42 % weniger Treibhausgasemissionen – relevanter Beitrag zur Klimabilanz des Unternehmens.

PROJEKT-STECKBRIEF

Die Kombination aus moderner Servo-Technologie und staatlicher EEW-Förderung macht aus einer ohnehin geplanten Investition einen strategischen Gewinn. Entscheidend ist dabei die richtige Antragsstrategie: Wer zu spät beginnt oder das Nachweiskonzept unterschätzt, schöpft das Potenzial nicht aus – oder verliert es ganz.
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Branche: Maschinenbau / Metallverarbeitung
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Maßnahme: Austausch Hydraulikpressen durch Servo-elektrische Anlagen + Druckluftoptimierung
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EEW-Modul: Modul 4B (Premiumförderung)
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Investitionsvolumen: 800.000 €
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Fördersumme: ca. 280.000 €
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Energieeinsparung: 38 %

Drei Perspektiven auf diesen Fall

Was bedeutet dieser Förderfall konkret aus den drei Sichten, die in jedem Investitions-Projekt am Tisch sitzen?
FÜR DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG

Cashflow und Wirtschaftlichkeit

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FÜR DIE WERKSLEITUNG

Umsetzung ohne Betriebsstörung

Servo-Hybrid-Umstellung läuft hallen-parallel zur laufenden Produktion. Wir koordinieren die Inbetriebnahme so, dass alte und neue Anlage 2–3 Wochen überlappen – Auftragsbacklog bleibt unangetastet. Förderkonformes Reporting: 4 Tage Audit-Termin, sonst geräuschlos.
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FÜR DEN ANLAGEN-/MASCHINEN-VERTRIEB

Closing-Argument statt Rabatt

Closing-Argument für Maschinenhersteller: Pressen-Verkauf nicht über Rabatt, sondern über 35 % BAFA-Zuschuss. Sales-Cycle bleibt unter 14 Wochen (Antrag vor Bestellung). Wir liefern Ihrem Endkunden die schriftliche Förderfähigkeits-Bestätigung – Sie liefern die Anlage.
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Dipl.-Kfm. Markus Pöhlmann

Geschäftsführender Gesellschafter
Banhoek Consulting: Ihre Experten für die EEW-Förderung. Über 100  erfolgreiche Anträge, Erfolgsquote  >95%. Mehr als 30 Mio. € Förderung für unsere Kunden erzielt.   

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