Case Study Chemie

Neue Reaktionstechnik.
33 % weniger Prozessenergie.
540.000 € Förderung.

Chemische Prozesse sind naturgemäß energieintensiv – Heizen, Kühlen, Destillieren, Mischen. In der Spezialchemie entfallen 50–70 % der Produktionskosten auf Energie, Hilfsstoffe und Entsorgung. Veraltete Technik macht das Problem noch größer.
Was wäre, wenn die Prozesswärme, die heute ungenutzt ins Abwasser oder die Luft geht, einfach intern genutzt werden könnte – und der Staat die notwendige Investition zu einem Drittel mitfinanziert?

Prozesswärme: der größte Hebel in der Chemie

In der Spezialchemie gehen 40–60 % der eingesetzten Prozesswärme ungenutzt verloren – über Abgase, Kühlwasser, heiße Produktströme. Moderne Wärmeintegration durch Pinch-Analyse und Wärmetauscher-Netzwerke sowie neue katalytische Reaktortechnologien können diesen Verlust drastisch reduzieren. Die EEW-Förderung schafft den wirtschaftlichen Anreiz, diese Investitionen zu tätigen.

Wenn Altanlagen die Wettbewerbsfähigkeit gefährden

Ein mittelständischer Spezialchemiebetrieb mit ca. 120 Mitarbeitern produzierte Farb- und Lackrohstoffe in Batch-Reaktoren aus den 1990er Jahren. Die Anlagen waren energetisch ineffizient, die Prozessführung manuell und die Abwärmenutzung minimal. Eine Investition in neue Durchfluss-Reaktoren mit Wärmeintegration und automatischer Prozesssteuerung war strategisch notwendig – und EEW-förderfähig.

Prozessoptimierung trifft Wärmeintegration

Die Komplexität dieses Projekts lag in der Verflechtung mehrerer Maßnahmen: Neue Durchfluss-Reaktoren mit besserer Wärmenutzung (Modul 4B), ein Wärmetauscher-Netzwerk zur internen Prozesswärmeintegration (Modul 4B) und eine neue Dampfkesselanlage mit Abwärmenutzung (Modul 1). Wer dieses Geflecht ohne Programmerfahrung in einen BAFA-konformen Antrag übersetzen will, riskiert inkonsistente Nachweise zwischen den Maßnahmen oder – am teuersten – falsches Timing: Wird auch nur einer der Hauptaufträge vor Antragsbewilligung vergeben, entfällt die Förderung für diese Maßnahme vollständig. Bei einem Investitionsvolumen von 1,8 Mio. € bedeutet ein solcher Fehler schnell sechsstellige Einbußen. Banhoek Consulting koordinierte das Einsparkonzept so, dass die Gesamteinsparung von 33 % klar und nachvollziehbar belegt wurde – und das konforme Timing der Antragstellung vor Vergabe aller Hauptaufträge lückenlos sichergestellt war.
Wer seine Innovation belegen kann, sichert sich die Forschungszulage. Wir zeigen, wie’s geht.

Warum Prozessoptimierung in der Chemie EEW-förderfähig ist

Modul 4B der EEW-Förderung fördert explizit die energie- und ressourcenbezogene Optimierung von Produktionsprozessen – unabhängig von der Technologie. Für die Chemiebranche bedeutet das: Neue Reaktortechnologien, Wärmetauscher-Netzwerke, Destillationsoptimierung, Dampfsystem-Modernisierung und Prozessautomation sind alle potenziell förderfähig, sofern eine Treibhausgasreduktion von mindestens 30 % nachgewiesen wird. Im vorliegenden Fall wurden 33 % erreicht – ausreichend für die Premiumförderung mit einer Förderquote von 30 % (mittleres Unternehmen).

Ergebnis: Effizienz im Reaktor, Rendite im Portemonnaie

Energieeinsparung: 33 % weniger Prozessenergie – jährliche Kosteneinsparung von ca. 270.000 €.
EEW-Förderung: 540.000 € Zuschuss (30 % Förderquote auf 1.800.000 € Investition als mittleres Unternehmen).
Produktivität: Neue Durchfluss-Reaktoren erhöhen den Durchsatz um 25 % bei gleichem Personalaufwand.
Amortisation: Gesamtinvestition nach Förderung amortisiert sich durch Energie- und Produktivitätssteigerung in unter 5 Jahren.

PROJEKT-STECKBRIEF

In der Chemie sind die Investitionsvolumina und damit auch die möglichen Fördersummen besonders hoch. Umso mehr wiegt ein Fehler bei Antragsstrategie oder Timing – und umso mehr zahlt sich strukturierte Begleitung aus.
Eine aktivierte Checkbox
Branche: Spezialchemie / Lackrohstoffe
Eine aktivierte Checkbox
Maßnahme: Neue Durchfluss-Reaktoren + Wärmeintegrationsnetzwerk + Dampfsystem-Modernisierung
Eine aktivierte Checkbox
EEW-Modul: Modul 1 + Modul 4B (Premiumförderung)
Eine aktivierte Checkbox
Zeitraum: 04/2024 – 11/2025​
Eine aktivierte Checkbox
Branche: Software / KI​
Eine aktivierte Checkbox
Fördersumme: rund 200.000 €​

Dipl.-Kfm. Markus Pöhlmann

Geschäftsführender Gesellschafter
Banhoek Consulting: Ihre Experten für die EEW-Förderung. Über 100  erfolgreiche Anträge, Erfolgsquote  >95%. Mehr als 30 Mio. € Förderung für unsere Kunden erzielt.   

Unsere Experten prüfen, wie hoch Ihr Anspruch auf Förderung ist!

Jetzt Termin für eine unverbindliche Potenzialabschätzung buchen.