Case Study Holzindustrie

Neue Trockenkammer. 40 % weniger Energiebedarf. 420.000 € Förderung.

Das Trocknen von Holz ist der energieintensivste Schritt in der Holzverarbeitung. Klassische Kammertrockner arbeiten mit fossilen Brennstoffen oder Strom – und verschwenden dabei einen großen Teil der eingesetzten Energie als Abluft.

Was wäre, wenn die Wärme aus dem Trocknungsprozess einfach im Kreislauf geführt werden könnte – und der Staat die dafür notwendige Investition zu 35 % mitfinanziert?
Ein Bild, das eine Frau in einem weißen Laborkittel zeigt, die ein Tablet hält. Auf dem Bildschirm ist ein digitaler Trainingsplan zu sehen. Im Hintergrund sind zwei Männer in einem modernen Raum, der mit mehreren Monitoren ausgestattet ist, die Trainings- und Gesundheitsdaten anzeigen.
Ein Bild, das eine Frau in einem weißen Laborkittel zeigt, die ein Tablet hält. Auf dem Bildschirm ist ein digitaler Trainingsplan zu sehen. Im Hintergrund sind zwei Männer in einem modernen Raum, der mit mehreren Monitoren ausgestattet ist, die Trainings- und Gesundheitsdaten anzeigen.

Holztrocknung: Energieschleuder im Herzen der Produktion

Ein konventioneller Kammertrockner bläst die feuchte, heiße Abluft einfach nach außen. Damit verlässt ein Großteil der aufgebrachten Energie das System, ohne genutzt worden zu sein. Moderne Anlagen mit Wärmerückgewinnung und Wärmepumpenintegration ändern das grundlegend – und schaffen die Voraussetzung für eine Förderung nach EEW Modul 4B.

Wenn der alte Trockner zum Engpass wird

Ein Säge- und Hobelwerk mit ca. 80 Mitarbeitern hatte jahrelang mit einem veralteten Kammertrockner gearbeitet. Die Trocknungszeiten waren lang, die Qualitätsschwankungen erheblich und die Energiekosten hoch. Eine neue Generation von Vakuum-Kondensationstrocknern mit integrierter Wärmerückgewinnung versprach kürzere Zyklen, gleichmäßigere Qualität und drastisch niedrigeren Energieverbrauch.
Symbolbild für die medo check Offices

Zwei Module, eine Maßnahme

Die Besonderheit dieses Projekts lag in der Kombination: Die neue Trockenkammer nutzt als Wärmequelle die Biomasse-Abwärme aus der betriebseigenen Hackschnitzelheizung (Modul 2 – Prozesswärme aus Erneuerbaren) und ist mit einem Wärmerückgewinnungssystem ausgestattet, das die kondensierte Abwärme wieder in den Prozess zurückführt (Modul 4B). Ohne strukturierte Förderanalyse wäre diese Kombination aus zwei Förderpfaden nicht erkannt worden – der Betrieb hätte allenfalls eine einfache Modul-1-Förderung erhalten und dabei rund 200.000 € Fördervolumen auf dem Tisch gelassen. Dazu kommt die formale Hürde: Werden Modul 2 und Modul 4B kombiniert, stellen BAFA und der zertifizierte Energieberater besondere Anforderungen an die konsistente Darstellung der Wärmeflüsse. Banhoek Consulting strukturierte den Antrag so, dass beide Module vollständig ausgeschöpft wurden, und belegte im Einsparkonzept eine Gesamteinsparung von 40 % gegenüber dem Ist-Zustand.
Ein Therapeut arbeitet konzentriert am Computer, während im Hintergrund eine Frau an einem Reha-Gerät trainiert. Auf dem Bildschirm sind KI-gestützte Trainingsdaten, Belastungskurven und Risikoprofile sichtbar – Symbol für Forschungszulage, F&E-Förderung und Innovationsförderung im Gesundheitswesen.
Wer seine Innovation belegen kann, sichert sich die Forschungszulage. Wir zeigen, wie’s geht.

Warum Vakuum-Kondensationstrockner EEW-förderfähig sind

Vakuum-Kondensationstrockner arbeiten bei niedrigerem Druck, was die Verdampfungstemperatur des Wassers senkt und damit den Energiebedarf erheblich reduziert. Die integrierte Wärmerückgewinnung kondensiert die Feuchtigkeit und gewinnt die latente Wärme zurück, statt sie als Abluft zu verlieren. Die Kombination mit Biomasse-Wärme macht das System nahezu CO₂-neutral im Betrieb. Die erreichte THG-Reduktion von 40 % übertraf die Mindestanforderung von 30 % für Modul 4B deutlich.

Ergebnis: Schneller, besser, gefördert

Energieeinsparung: 40 % weniger Primärenergiebedarf in der Trocknung – jährliche Kosteneinsparung von ca. 168.000 €.
EEW-Förderung: 420.000 € Zuschuss (35 % Förderquote auf 1.200.000 € Investition).
Qualitätssteigerung: Gleichmäßigere Holzfeuchte, geringere Trocknungszeiten – höhere Produktivität und weniger Ausschuss.  
Amortisation: Die Nettoinvestition nach Förderung amortisiert sich in unter 5 Jahren durch Energieeinsparung und Produktivitätssteigerung.

PROJEKT-STECKBRIEF

In der Holzindustrie ist der Trocknungsprozess oft der größte Energieverbraucher. Die EEW-Förderung macht dessen Modernisierung wirtschaftlich besonders attraktiv – aber nur, wenn alle förderfähigen Wechselwirkungen zwischen den Modulen erkannt und korrekt abgebildet werden.
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Branche: Holzverarbeitung / Säge- und Hobelwerk
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Maßnahme: Vakuum-Kondensationstrockner mit Wärmerückgewinnung und Biomasse-Integration
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EEW-Modul: Modul 2 + Modul 4B (Premiumförderung)
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Investitionsvolumen: 1.200.000 €
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Fördersumme: ca. 420.000 €
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Energieeinsparung: 40 %

Drei Perspektiven auf diesen Fall

Was bedeutet dieser Förderfall konkret aus den drei Sichten, die in jedem Investitions-Projekt am Tisch sitzen?
FÜR DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG

Cashflow und Wirtschaftlichkeit

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FÜR DIE WERKSLEITUNG

Umsetzung ohne Betriebsstörung

Trockenkammer-Umstellung in der Winter-Auftragspause. Wir koordinieren mit Holzlieferant und Sägewerk die Schnittholz-Logistik, sodass keine Trocknungs-Engpässe entstehen. Druckluftleckage-Sanierung läuft parallel – ohne Stillstand.
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FÜR DEN ANLAGEN-/MASCHINEN-VERTRIEB

Closing-Argument statt Rabatt

Anbieter von Hochleistungstrockenkammern und WRG-Systemen können EEW als Differenzierung nutzen: Während der Wettbewerb auf Preis konkurriert, kommen Sie mit dem Förder-Argument – Effekt: Kein Rabatt-Druck, höhere Marge.
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Dipl.-Kfm. Markus Pöhlmann

Geschäftsführender Gesellschafter
Banhoek Consulting: Ihre Experten für die EEW-Förderung. Über 100  erfolgreiche Anträge, Erfolgsquote  >95%. Mehr als 30 Mio. € Förderung für unsere Kunden erzielt.   

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